Was aktuell bei den Waldfüchsen im Naturkindergarten Schonungen so passiert…

Zeit des Abschieds…

Das Kindergartenjahr 2019/2020 war wieder voller magischer Momente im Waldkindergarten. Begonnen hat das Kindergartenjahr mit einem goldenen Herbst. Unser Tag der offenen Tür war auch in diesem Kindergarten wieder ein großer Erfolg und hat einige Besucher in den Wald gelockt. Das Pilze sammeln und anschließende verspeisen war ein besonderes Erlebnis und wir konnten den Herbst förmlich schmecken. Gemeinsam in unserer Waldfuchsgemeinschaft feierten wir ein Lichterfest mit selbst gekochter Suppe und Kinderpunsch, um uns auf den Advent einzustimmen. Die Adventszeit war gefüllt mir allerlei Geschichten, Liedern, Kerzenschein und einem Sockenkalender, in dem jeden Tag ein Brief auf einer der Waldkinder wartete. Im neuen Jahr wurden wir immer wieder vom Wind durchgepustet und durften einige Tage im AWO Seniorenzentrum verbringen. Auch Fasching wurde in diesem Jahr wieder im Wald gefeiert – HELAU! Ein weiteres Highlight war der Besuch der Feuerwehr in Schweinfurt. Die große ausgefahrene Drehleiter hat alle Kinder- und Erwachsenenaugen zum Strahlen gebracht. Mit dem Einzug des Frühlings überraschte auch die Waldfüchse die Regelungen der Regierung und unser Kindergarten durfte einige Wochen auf Grund von Corona keine Kinder betreuen. Daheim im Kreise der Familie wurden Bäume gemalt, Geschichten angehört, Rituale des Kindergartenalltags durchgeführt und Herzen aus Naturmaterialien gelegt (und noch vieles mehr…) Der Natur waren wir also die Waldfüchse auch von Daheim aus ganz nah! 

Als wir dann endlich wieder gemeinsam in den Waldkindergarten durften wollten all die Abenteuer entdeckt werden, die uns die Natur zu bieten hat. Raupen untersuchen, Lager bauen, eine große Matschrutsche entdecken, neue Wege im Wald entdecken. Es wurden Werkzeugführerscheine ausgestellt und fleißig gewerkelt, der alte Weihnachtsbaum wurde zu Brennholz verarbeitet, mit der Feuerwehrspritze eine Wasserschlacht gemacht und Seifenblasen durch den Wald gepustet…

Das Kindergartenjahr 2019/2020 neigt sich dem Ende entgegen und der Abschied steht vor der Türe! Insgesamt 5 Kinder gehen ihren Weg weiter Richtung Schule und SVE mit hoffentlich vielen neuen Abenteuern, Erlebnissen und Freunden…

Auch im pädagogischen Team heißt es zum Teil Abschied nehmen. Verena, Johanna und Lea gehen ebenfalls neue Wege!

Um den Abschied als ein Freudenfest zu feiern, voller Neugier & Freude auf das was kommt und Dankbarkeit für das was man gemeinsam erlebt hat, findet wie jedes Jahr ein Abschiedsfest am letzten Kindergartentag mit einem Gottesdienst statt. Das Team hat während einer Teamwanderung bereits das Jahr reflektiert und untereinander Abschied genommen und blicken freudig auf das nächste Kindergartenjahr 2020/2021.

Wir sagen allen, die im Kindergartenjahr 2019/2020 mitgewirkt haben: DANKE für die kunterbunte Zeit im Wald und euren Einsatz – egal in welcher Form. DANKE für die Regentage, für die Sonnentage, für die Tränen, für das Trösten, für das Lachen, für die gemeinsame Zeit, die schönen Momente und ein weiteres Jahr der Waldfuchsgemeinschaft!

Book meets forest – Ein Angebot für Schulkinder

Los ging´s am Donnerstag 30.07. um 14.15 Uhr am Parkplatz oberhalb des Naturfreundehauses Schonungen mit einer kurzen Vorstellungsrunde mit Namen und Lieblingsbüchern. 14 Kinder erzählten mit einem imaginären Buch in der Hand, in welcher Haltung sie gerne lesen und dann ging es auch schon ab in den Wald mit einer spannenden Schnitzeljagd. Oben am Waldplatz angekommen machten es sich alle vor der Waldbühne bequem, lauschten einer Geschichte von einer kleinen lustigen und mutigen Hexe und picknickten dabei in fröhlicher Runde. Anschließend wurden die mitgebrachten Bücher der Bücherei gelesen, der Wald erkundet oder in kleinen Gruppen gespielt. Ein weiteres Abendteuer der „Schusselhexe“ wurde im Kamishibaitheater vorgetragen. In der Schlussrunde sagten die Kinder – die fast alle im Grundschulalter waren – dass sie sich freuten auch mal im Waldkindergarten gewesen sein zu dürfen. Alle empfanden die Aktion als sehr spannend und spaßig! „Book meets Forrest“ fand in Kooperation mit der Gemeindebücherei und dem Naturkindergarten Schonungen statt. Herzlichen Dank an 2x Anja, 2x Claudia und Conny Walter für die Vorbereitung und Durchführung. Auch das Team hatte viel Spaß zusammen und denkt bereits an eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

Picknick meets Blasmusik

Am Sonntag den 19. Juli 2020 fand auf der Waldbühne ein Konzert mit atemberaubender Kulisse statt. Der Elternbeirat lud gemeinsam mit der Musikkapelle Frankenland zu einem ganz besonderen Event im Wald ein. Die Gäste machten es sich mit Picknickdecken und leckerem Frühstück an diesem Morgen vor der Waldbühne gemütlich und lauschten der Musik die durch den Wald tönte. Die Kapelle Frankenland unter der Leitung von Armin Schuler spielte neben klassischer Blasmusik viele tolle Hits aus der Welt der Musicals und sorgten für eine tolle einzigartige Stimmung. Der Elternbeirat reichte dazu kühle Getränke und so entwickelte sich (ganz Corona konform) ein wunderschöner Vormittag für Alt und Jung. Aufgrund des tollen Feedbacks sind weitere Veranstaltungen dieser Art angedacht!

Ein herzlichen DANKESCHÖN an Ralf Fambach und Alexander Gayer für die Übernahme der Organisation, an unseren Elternbeirat, an Thomas Tille für die Fotos und an jeden einzelnen Musiker der Kapelle Frankenland! 

Die Waldfüchse wieder vereint – Naturkindergarten darf in den eingeschränkten Regelbetrieb 

Der Weg der Coronakrise und das damit verbundene Betreuungsverbot sowie die Notgruppenbetreuung liegen nun hinter dem Naturkindergarten Schonungen. In der Zeit des Katastrophenfalles hat der Naturkindergarten engen Kontakt mit dem Herzstück der Einrichtung gepflegt – den Kindern und deren Familien – und Ihnen täglich ab dem ersten Tag Tagesimpulse in verschiedenster Form zukommen lassen. Lange Zeit waren die pädagogischen Fachkräfte alleine im Wald. Es wurde gewerkelt, Konzepte entwickelt und geschrieben, pädagogische Angebote geplant sowie den Waldplatz auf Sicherheit überprüft. Der Wald war still. 

Am 27. April 2020 startete der Notbetrieb mit einer Handvoll Kindern. Mit voller Vorfreude blickten dann alle auf den 25.05.2020: In zwei Kleingruppen konnte die Betreuung ALLER Kindern aufgenommen werden. Die Regierung schätzte die Ansteckungsgefahr in Waldkindergärten geringer ein, als in Hauskindergärten. Allerdings durfte die Waldhütte nicht von der gesamten Gruppe genutzt werden und weitere Sicherheitsmaßnahmen mussten umgesetzt werden. 

Es wurde ein zweiter Waldplatz „eingerichtet“. Durch die Unterstützung von Förster Rainer Seufert konnte auch dieser Platz in Punkto Sicherheit überprüft werden und die Kinder erhielten Einzug in das neue Waldareal. Mit einer gespannten Plane zwischen all den großen Eichen und Buchen findet eine der zwei Gruppen dort auch bei Regen einen gemütlichen Unterschlupf – gepolstert mit einem weichen Boden aus Laub und Moos. Der Hygieneplan findet dabei natürlich auch Beachtung und wird mit der nötigen Teamarbeit mit den Kindern erledigt. Täglich wird frisches Wasser in Kanistern und Seife zum Händewaschen in den Wald gemeinsam transportiert – ob mit dem Bollerwagen oder mit reiner Muskelkraft. Die Gemeinde Schonungen unterstützte den Kindergarten ebenfalls und stellte das kleine Häuschen am Außensportgelände, das den Schulen als Umzugsraum dient, ebenfalls für das Händewaschen bei Tagesbeginn und als Materiallager zur Verfügung. Die Gruppe am neuen Waldplatz entdeckte jede Menge neues. Eine steile Naturrutsche, der Bau von Staudämmen, Erkundung von Raupen, Käfern und Mückentieren inklusive. Die neuen Lernmöglichkeiten zwischen Fauna und Flora genießen die Kinder besonders. Neben malen, Geschichten vorlesen darf natürlich das Essen nicht fehlen und so wird die Brotzeit zwischen den neuen kennengelernten Bäumen eingenommen und das Vespern in vollen Zügen genossen. 

Parallel machte sich die zweite Gruppe auf den Weg zum Waldhaus Rudi. Dort konnten neue Kinder mit ihren Eltern eingewöhnt werden, ankommen und Sicherheit am gewohnten Waldplatz gewinnen. Ganz nach dem Motto „Alt“ hilft „Jung“ konnten alle eine bereichernde Erfahrung sammeln. Die „alten Hasen“ unterstützen die jungen Waldkinder und zeigen ihnen den gewohnten Waldplatz mit all seinen Facetten. Ob das Werkeln an der Werkbank, kleine Aufführungen auf der Theaterbühne, kleine Wanderungen durch den „oberen Wald“, das bauen von Lagern und Entspannen in den Hängematten zwischen all den bekannten dicken Eichen, die gerade jetzt den jungen und den älteren Kindern Kraft schenken. Die Vorschulkinder bereiten sich in großen Schritten auf ihre neue Rolle als Schulkind vor und nehmen allmählich Abschied von ihrem Wald.

Seit dem 01.07.2020 ist nun der eingeschränkte Regelbetrieb im Kindergarten möglich, was bedeutet, dass der Naturkindergarten den Rahmenhygieneplan einhält und umsetzt. So achten wir weiter auf Abstand zwischen den Erwachsenen, waschen uns zu Beginn die Hände und halten uns Best möglichst an die Maßnahmen der Bundesregierung. Corona bot dem Naturkindergarten auch die Chance, eine abgeänderte Form der Tagesstruktur zu testen. Das Arbeiten im 2 Kleingruppen wird vorerst weitergeführt und die Kinder können bei verschiedenen Übergängen und Entwicklung sehr individuell und nah von den pädagogischen Fachkräften begleitet werden. Und es gibt auch Änderungen, die ebenso strahlende Gesichter erzeugen: Das Wiedersehen mit der anderen Gruppe. Es finden wieder gemeinsame Treffen im Wald, auf der Wiese und auf dem Spielplatz statt und die Gruppen können sich über das Erlebte austauschen und miteinander spielen. Das Aufblühen und die Fülle der Natur bietet den Kindern gerade die Möglichkeit, jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Zahlreiche Pflanzen werden bestimmt, Schmetterlinge gesichtet und das Freispiel im kühlenden Wald an warmen Sommertagen genossen. Ende Juli findet dann die lang ersehnte Übernachtung der Vorschulkinder im Wald statt. Viele Abenteuer warten drauf entdeckt zu werden und den Sommer in all seiner Pracht im Waldkindergarten zu erleben. Der Naturkindergarten freut sich auf die nächsten 5 Wochen im eingeschränkten Regelbetrieb mit neuen Möglichkeiten und Chancen.

Während der Coronazeit hat der Naturkindergarten wieder viele fleißige Helfer und Unterstützer jeglicher Art erfahren dürfen. An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an die vielen fleißigen Bienchen während der Coronazeit. Der Naturkinde,rgarten sagt Danke für die die riesige Holzbiene die nun als Insektenhotel dient (Anja und Willi Ender), für das wachsame Auge für den Waldplatz und die dort lebenden Tiere (Norbert Schmalzl), für die selbstgenähten Waldfuchsmasken (Anja Gebhardt), für zahlreiche kreative Werkprojekte wie z. B. das Reparieren unseres Bollerwages, dem Bau einer Portfoliobuchablage, einem Eichhörnchenkogel und Vogelhaus mit den Worten „weil ich gerne mit Holz arbeite und weil es mir Spaß macht.“ (Opa Alfons), für einen großen Vorrat an Kastanienseifenpulver und das Reparieren unsere Türe am Waldhaus (Mareike und Achim Schmitt) und an alle ehrenamtlichen Helfer, Freunde des Naturkindergarten Schonungen! Danke für eure Unterstützung auch in dieser herausfordernden Zeit.

Johanna Leimbach, Claudia Seuffert-Fambach (päd. Team) 

Corona-Zeit im Naturkindergarten Schonungen

„Wenn es holprig wird, steigt man nicht aus… Man schnallt sich gemeinsam an.“

Und genau nach diesem Leitsatz haben wir uns gemeinsam angeschnallt und haben bereits 7 Wochen unsere Waldfuchsgemeinschaft trotz Abstand zueinander gestärkt und gemeinsam den holprigen Weg der „Coronakrise“ hinter uns gebracht…

Unsere „Waldfuchsfamilien“ bestmöglich in dieser Zeit unterstützen, Kontakte mit den Kindern pflegen und die Zeit zu einer freudigen Zeit Daheim gestalten…all das haben WIR uns als Team des Naturkindergartens zur Aufgabe in dieser Zeit gemacht.

Hier ein kleiner Rückblick unserer letzten Wochen.

Der Kontakt zu Kindern und Familien

Unser Herzstück unserer Einrichtung sind unsere Kinder und deren Familien. Um genau sie in dieser Zeit aufzufangen und ihnen ein Stück des gewohnten Alltags zu ermöglichen, bekommen die Kinder seit Tag 1 Impulse über das Handy von uns geschickt.

Videofrequenzen, Bilder, Geschichten,… das Spektrum ist groß. Unser Ziel hierbei: In Kontakt bleiben, präsent sein und so den Kindern und Familien zeigen: wir sind da!

Einen Baum malen, ein Herz aus Naturmaterialien im Garten legen, einen Igel aus Holz und Nägeln bauen, Osterimpulse, einen Kressehase basteln, daheim Samen sähen für unser Gartenprojekt im Kindergarten, Anleitungen für Experimente, Rätselfragen, Rituale aus dem Kindergarten, aufgenommene Geschichten und Lieder.

Es entstand ein kleiner Austausch am Tag, teils mit Fotos und gesprochenen Worten der Kinder als Antwort auf den täglichen Impuls aus dem Waldkindergarten.

Auch ein Anruf bei den Familien hat stattgefunden. Ein enger Austausch mit Befindlichkeitsfragen mit den Eltern und anschließend auch ein Telefonat mit den Kindern. Denn auch daheim gibt es so einiges, was man erlebt, fühlt und was mit anderen geteilt werden will. Die Kinder konnten direkt aus ihre Lebenswelt erzählen… Kindergarten mal anders!

Auch Briefe mit Fotos aus dem Naturkindergarten haben die Kinder erhalten. Die erste Post für so manch jungen Waldfuchs. Das schwelgen in Erinnerungen und die Vorfreude auf die Zeit, wenn wir wieder gemeinsam in den Wald gehen… Aber die Kinder haben nicht nur Post erhalten, sondern auch Briefe gemeinsam mit ihren Eltern geschrieben. Insgesamt 62 Bewohner des AWO Seniorenheims Schonungen haben eine Waldfuchspost von uns bekommen mit der Botschaft: Wir denken aneinander.  

Regelmäßige Teamtreffen im Wald

Mit Abstand und Maske hat sich unser Team 1xmal wöchentlich zusammengefunden und hier wurden sehr wertvolle Dinge erstellt und fertiggestellt, welche unseren pädagogischen Alltag in Zukunft bereichern.
Ein Sicherheitskonzept wurde im Punkto Management und Organisation unserer Einrichtung erstellt. Im Zuge dessen haben wir unseren Waldplatz sowie den Weg dorthin auf Sicherheit geprüft und optimiert. Die Konzeption wurde weiter ausgefeilt und überarbeitet.

Der Waldplatz, sowie unsere Waldhütte Rudi wurde neu sortiert, gereinigt und neugestaltet. Wir haben gewerkelt, gebohrt, gesägt. Fortbildungen wurden durchgeführt sowie gezieltes pädagogisches Fachwissen erweitert.

Wir haben pädagogische Angebot ausgearbeitet um somit bald gemeinsam mit den Kindern Aktionen wie…

…partizipative Kinderkonferenzen durchzuführen

…Gemeinschaftsbildung zu stärken

…Werkzeugführerscheine durchzuführen

…das Anlegen von Hochbeeten, einem Kartoffelacker sowie einem Kompost

…den Wasserkreislauf begreifen

…ein Bienenprojekt mit Anlegen von Bienenweiden

…u.v.m.

Für die nächsten Wochen ziehen wir den Gurt noch einmal fester und begeben uns in die nächsten Wochen der Coronazeit. Denn gemeinsam kann man jeden noch so holprigen Weg meistern und wir blicken mit Zuversicht und Vertrauen nach vorne!

Geschrieben von Johanna Leimbach, päd. Fachkraft Waldfuchsteam, 8.5.2020

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